Magnesium mit Eisen einnehmen: Das solltest du beachten

Autor: SuppsGuide

Viele fragen sich, ob man Magnesium mit Eisen einnehmen darf – schließlich zählen beide Mineralstoffe zu den wichtigsten im Körper. Die Antwort ist eindeutig: Es geht, aber nur mit dem richtigen Abstand, damit sich Eisen und Magnesium nicht gegenseitig behindern.

Darf man Magnesium mit Eisen einnehmen?

Die kurze Antwort: Ja – aber nicht gleichzeitig.

  • Eisenpräparate sollten idealerweise nüchtern eingenommen werden, da die Aufnahme im Darm empfindlich auf Störfaktoren reagiert.
  • Magnesium, insbesondere in den Formen Magnesiumhydroxid oder Magnesiumoxid, kann die Magensäure neutralisieren. Dadurch wird die Löslichkeit von Eisen reduziert und weniger Eisen aufgenommen.
  • Deshalb raten Fachquellen wie Drugs.com und MedlinePlus dazu, mindestens 2 Stunden Abstand zwischen Eisen und Magnesium einzuhalten.

👉 Praktisch bedeutet das: Eisen morgens, Magnesium abends – so verhinderst du Wechselwirkungen und unterstützt beide Mineralstoffe optimal.

Warum Abstand wichtig ist

Eisenaufnahme ist empfindlich

Eisen, insbesondere in seiner zweiwertigen Form (Fe²⁺), wird über einen speziellen Transporter (DMT1) in die Darmschleimhaut aufgenommen. Schon kleine Änderungen im pH-Wert oder störende Stoffe können die Aufnahme deutlich mindern.

Studien zeigen, dass Kaffee, schwarzer/grüner Tee, Milchprodukte und kalziumhaltige Supplements die Eisenresorption hemmen können (NHS). Auch Antazida (Säureblocker) und magnesiumhaltige Magensäurebinder senken die Aufnahme (MedlinePlus).

Magnesium wirkt puffernd

Magnesium selbst nutzt andere Transportwege (TRPM6/7) und konkurriert nicht direkt mit Eisen um denselben „Rezeptor“. Problematisch wird es, wenn Magnesium in hohen Dosen oder als Oxid/Hydroxid den Magen-pH erhöht und damit Eisen schlechter löslich macht.

Ein Fallbericht in BMC Hematology zeigte sogar, dass übermäßiger Magnesiumoxid-Konsum Eisenmangel begünstigen kann.


So kombinierst du Eisen und Magnesium richtig

Beispiel-Tagesplan

  • Morgens, nüchtern (07:00 Uhr): Eisenpräparat mit einem Glas Wasser oder Orangensaft (Vitamin C fördert die Aufnahme).
  • Frühstück frühestens 1 Stunde später: Kein Kaffee, Tee oder Milchprodukte in diesem Zeitfenster.
  • Abends, zu einer Mahlzeit (z. B. Abendessen): Magnesiumpräparat einnehmen. Citrate, Glycinate oder Lactate sind magenfreundlicher und besser bioverfügbar als Oxid.

Einnahmeregeln im Überblick

  • Abstand: mindestens 2 Stunden zwischen Eisen und Magnesium, bei säurehemmenden Mg-Präparaten eher 2–4 Stunden.
  • Eisen immer mit Vitamin C kombinieren (z. B. Orangensaft).
  • Magnesium zu einer Mahlzeit, besser abends für eine gute Verträglichkeit.
  • Keine Kombi-Tabletten nutzen, wenn du gezielt Eisenmangel behandelst – die Mineralstoffe können sich gegenseitig blockieren.

Eisen: Das solltest du beachten

Formen & Bioverfügbarkeit

  • Eisen(II)-Salze wie Ferrosulfat, -fumarat, -gluconat sind am besten bioverfügbar (NIH ODS).
  • Elementareisen wird schlechter aufgenommen.
  • Vitamin C kann die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen deutlich steigern.

Dosierung & Timing

  • Standarddosis bei Mangel: 40–60 mg elementares Eisen pro Einnahme (ärztlich verordnet).
  • Neuere Studien empfehlen Alternate-Day-Dosing (jeden 2. Tag), da sich das Hormon Hepcidin zwischen den Einnahmen besser reguliert (Lancet Haematology, Stoffel et al. 2017).

Magnesium: Das solltest du beachten

Welche Form wählen?

  • Gut bioverfügbar: Magnesiumcitrat, -lactat, -glycinat, -chlorid.
  • Weniger geeignet: Magnesiumoxid (geringe Aufnahme, eher als Abführmittel wirksam).
  • Nebenwirkung: Zu hohe Dosen können Durchfall auslösen.

Dosierung & Sicherheit

  • Die tolerierbare Höchstmenge für Supplemente liegt bei 350 mg/Tag (laut NIH ODS).
  • Über die Nahrung (z. B. Nüsse, Vollkorn, Gemüse) ist eine Überdosierung kaum möglich.

Fazit: Magnesium mit Eisen einnehmen – ja, aber mit Abstand

Wenn du dich fragst, ob man Magnesium mit Eisen einnehmen darf, lautet die Antwort: Ja, aber nicht gleichzeitig.

  • Trenne die Einnahme um 2 Stunden oder mehr.
  • Eisen nimmst du am besten morgens nüchtern mit Vitamin C.
  • Magnesium ist abends zur Mahlzeit ideal und wird so auch besser vertragen.

So holst du das Maximum aus beiden Mineralstoffen heraus – ohne dass sie sich gegenseitig blockieren.


Was du schon immer über die Einahme von Magnesium und Eisen wissen wolltest

Wie viel Zeit sollte zwischen der Einnahme von Magnesium und Eisen liegen?

Zwischen der Einnahme von Magnesium und Eisen sollte ein Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden. Dadurch wird verhindert, dass beide Mineralstoffe um dieselben Transportmechanismen im Darm konkurrieren und die Aufnahme gegenseitig hemmen. Idealerweise nimmt man Eisen morgens auf nüchternen Magen und Magnesium später am Tag nach einer Mahlzeit.

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Warum wird empfohlen, Eisen zusammen mit Vitamin C einzunehmen?

Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen deutlich, indem es die Eisenionen in eine besser verwertbare Form überführt. Ein Glas Orangensaft oder eine Vitamin-C-reiche Mahlzeit kann die Bioverfügbarkeit von Eisenpräparaten daher erhöhen. So lässt sich ein Eisenmangel effizienter ausgleichen, ohne die Dosis erhöhen zu müssen.

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Ist es sinnvoll, Magnesium eher abends einzunehmen?

Ja, Magnesium wird oft am Abend empfohlen, da es entspannend auf Muskeln und Nervensystem wirkt. Viele Menschen berichten von einer verbesserten Schlafqualität, wenn sie das Präparat nach dem Abendessen einnehmen. Zudem können mögliche Magen-Darm-Beschwerden durch die Einnahme zu einer Mahlzeit reduziert werden.

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Welche Lebensmittel fördern oder hemmen die Eisenaufnahme?

Förderlich für die Eisenaufnahme sind Vitamin-C-haltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Paprika oder Beeren sowie tierische Eiweiße. Hemmend wirken dagegen Kaffee, schwarzer Tee, Milchprodukte und phytatreiche Vollkornprodukte, wenn sie gleichzeitig konsumiert werden. Ein bewusster Abstand zu diesen Lebensmitteln steigert die Wirksamkeit von Eisenpräparaten deutlich.

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Woran erkenne ich einen Eisenmangel im Alltag?

Typische Symptome eines Eisenmangels sind Müdigkeit, blasse Haut, Haarausfall und brüchige Nägel. Auch Konzentrationsschwierigkeiten oder Kurzatmigkeit können auftreten. Da die Symptome unspezifisch sind, sollte zur Abklärung eine Blutuntersuchung beim Arzt erfolgen, um den Eisenstatus sicher zu bestimmen und eine gezielte Therapie einzuleiten.

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Welche Anzeichen deuten auf einen Magnesiummangel hin?

Häufige Anzeichen sind Muskelkrämpfe, Zittern, innere Unruhe und Schlafprobleme. In manchen Fällen treten auch Kopfschmerzen oder Herzrhythmusstörungen auf. Wer solche Beschwerden regelmäßig bemerkt, sollte ärztlich prüfen lassen, ob ein Magnesiummangel vorliegt, bevor eigenständig Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

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Welche Risiken bestehen, wenn Magnesium und Eisen gleichzeitig eingenommen werden?

Die gleichzeitige Einnahme führt meist zu einer reduzierten Eisenaufnahme, da Magnesium die Transportmechanismen im Darm blockieren kann. Für gesunde Personen ist das nicht gefährlich, kann aber eine Therapie bei Eisenmangel weniger wirksam machen. Daher ist ein zeitlicher Abstand entscheidend, um die Mineralstoffe optimal zu nutzen.

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Sollte man Magnesium und Eisen dauerhaft ergänzen?

Eine langfristige Einnahme sollte nur erfolgen, wenn ärztlich ein Mangel festgestellt wurde. Überdosierungen können zu Nebenwirkungen wie Durchfall bei Magnesium oder Magenbeschwerden bei Eisen führen. Regelmäßige Blutkontrollen helfen, den Bedarf individuell abzustimmen und eine sichere Versorgung ohne unnötige Supplementierung zu gewährleisten.

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